ZUHAUSE DENKEN

18. Juni 2020, Janna Hilger und Janis Walter
AUCH DARAUF HABE ICH NOCH KEINE ENDGÜLTIGE ANTWORT

Janis: Wie geht es dir?
Janna: ‚Danke, mir geht es gut.‘ [mehr]

2. Juni 2020, Shirin Weigelt
HAUSHALTEN
Natur-Mensch-Beziehungen sind kompliziert. Die ökonomische Lebensform hat Menschen aus der Immanenz der Natur herausgelöst, sie ist jedoch nur eine Organisationsvariante der Umwelt-Mensch-Relationen. Das bzw. die Gefüge zwischen humanen Lebensformen und andere Organismen sind vielgestaltig. Sie produzieren Effekte, die dem menschlichen Zugriff entzogen sind. Diese Unverfügbarkeit zeigt sich beispielsweise in Form des Coronavirus… [mehr]

23.März 2020, Tanja Šljivar, Ana Vilenica, Olga Dimitrijević and Tamara Antonijević
TIERE DER NACHT. COVID-19 und seine Metaphern 4 (Balkanserie)
“We live in capitalism. Its power seems inescapable. So did the divine right of kings. Any human power can be resisted and changed by human beings.” [mehr]

23.März 2020, Tanja Šljivar, Ana Vilenica, Olga Dimitrijević and Tamara Antonijević
ANGST UND IMAGINATION. COVID-19 und seine Metaphern 3 (Balkanserie)
Heute brachte der Wind „Bura“ Schnee… [mehr]

23.März 2020, Tanja Šljivar, Ana Vilenica, Olga Dimitrijević and Tamara Antonijević
ALLE HABEN ES MEHR ODER WENIGER. COVID-19 und seine Metaphern 2 (Balkanserie)
Ich und meine Angst, wir gehen gemeinsam im Jahr 2020, unter der Maske, die meine Freundin, die Slowakin, mir genäht hat, noch bevor sie mich, meine Wohnung und Belgrad verlassen hat, um 23 Stunden mit dem Auto zu fahren, um anschließend an der Grenze des Landes, in dem sie Steuern bezahlt, eine fixe Arbeit hat, Miete bezahlt und krankenversichert ist, zurückgewiesen zu werden, nur weil sie in diesem Land nicht geboren ist und in den Institutionen des betreffenden Landes keine ständige
Aufenthaltserlaubnis beantragt hat… [mehr]

23.März 2020, Tanja Šljivar, Ana Vilenica, Olga Dimitrijević and Tamara Antonijević
GEGEN EINE POLITIK DER EINKERKERUNG. COVID-19 und seine Metaphern 1 (Balkanserie)
Das Virus ist real. Es schädigt und tötet Körper, uns und Menschen, die wir lieben, nach denen wir uns sehnen, mit denen wir Kaffee getrunken haben oder die wir nicht ausstehen können. Da wir ein Bewusstsein für das Virus haben, sitzen wir alle vier derzeit zu Hause. Aber das bedeutet nicht, dass das Virus unsere komplette Realität unter seine Kontrolle gebracht hat
[mehr]

05.Mai 2020, Philipp Wüschner
SOLIDARITÄT UND VERSCHWÖRUNG/Nähe und Bürokratie II
Gestern wäre 
Tanz in den Mai
 gewesen… [mehr]

27. April 2020, Marie von Heyl
KÖRPERLICHE SOLIDARITÄT
Bleibt zu Hause! Wie oft haben wir diesen Satz in den letzten Wochen gelesen, selbst ausgesprochen oder als Hashtag unter unsere Posts auf Facebook und Instagram gesetzt? Die Worte sind zur Parole geworden, die unser Einverständnis mit den Einschränkungen ausdrücken soll, denen wir seit dem Ausbruch der Corona-Krise ausnahmslos unterworfen sind. [mehr]

15. April 2020, Henrike Kohpeiß
VERHEIßUNG / Nähe und Bürokratie I
In Berlin lässt sich über Nähe in jedem Winter gut nachdenken, weil sie dann fehlt – und jetzt, zu Beginn, wie sie sagen, der Covid19-Pandemie. Nähe beendet soziale Isolation. Und soziale Isolation verhindert oft die Nähe – jetzt und im Winter.  [mehr]

27. März 2020, Christian Schwinghammer
UNHEIMLICHES DENKEN / Replik
Wie lässt sich die aktuelle Situation aus einer machtkritischen Perspektive denken? Menschenleben, die vor der Festung Europa schlichtweg aufs Spiel gesetzt werden, danach der zusehends ‚kurze‘, diskussionslose Prozess mit Bewegungs- und Versammlungsfreiheiten, das abermalige Umgehen der Persönlichkeitsrechte durch eine staatliche Überwachung von ‚Bewegungsströmen‘, exekutierte Ausgangssperren und Kontaktverbote in einer Situation, in der selbst das Intimste (die Selbstberührung sowie Berührung anderer) nunmehr ganz offensichtlich zum Feld politischer Interventionen wird, und bei alledem die schwelende neue alte Sehnsucht nach einer ‘starken‘ Heilsfigur. [mehr]

24. März 2020, Henrike Kohpeiß und Philipp Wüschner
HÖHERE GEWALT
Angesichts der zu erwartenden aber dennoch bedrohlichen Verschlimmerung der nationalen Lage hat die Bundesregierung eine bundesweite „Kontaktsperre“ verhängt. Sie vermeidet damit das Einsperren der Bürger in ihre Wohnungen und die Beschränkung der Freiheit der Person, sich an jedem zulässigen Ort aufzuhalten und zu bewegen. Dass die
Einschränkungen der eigenen Rechte – sich zu versammeln und am sozialen Leben
teilzunehmen – dennoch massiv sind, kann auch derjenige nicht leugnen, der wie die
überwältigende Mehrheit der Deutschen – 95% – die Maßnahmen begrüßt. [mehr]

18. März 2020, Henrike Kohpeiß und Philipp Wüschner
LINKS VON DER AUSNAHME
In Deutschland werden dieser Tage öffentliche und private Veranstaltungen abgesagt, Institutionen, Clubs, Bars und andere Stätten sozialer Zusammenkunft geschlossen, um die Verbreitung des CoV-2-Virus zu verlangsamen. Den Anfang machte Klaus Lederer in Berlin mit der Schließung aller größeren Theater- und Opernhäuser. Gleich am nächsten Tag erfolgte der Aufschrei der Berliner Amtsärzte, dass auch kleinere Veranstaltungen abgesagt gehören. [mehr]